Kassenabschluss in Österreich: So funktioniert er mit kassemo
Der Kassenabschluss ist die tägliche Abrechnung Deiner Barkasse: Du siehst am Ende des Tages, ob das Bargeld in der Lade mit den gebuchten Einnahmen übereinstimmt.
In Österreich ist er nicht Pflicht. Hilfreich ist er trotzdem, vor allem wenn viel Bargeld durch die Kasse geht oder mehrere Mitarbeiter Geld herausgeben. Dann siehst Du täglich, ob alles zusammenpasst, statt Differenzen erst Wochen später zu bemerken.
Der Kassenabschluss ist in der kassemo Plus-Version verfügbar.
Das sind Deine täglichen Schritte
Einmalig vorab:
- Öffne den Kassenzugang, gehe zu Einstellungen → Kassendetails und
- aktiviere Kassenbuch festschreiben – Kassenabschlüsse machen.
- Am Startbildschirm erscheint danach der Button Kassenabschluss.
1. Kassensturz: Bargeld zählen
Zähle das Bargeld in der Lade und vergleiche es mit dem Soll-Bestand. Stimmt etwas nicht, trägst Du die Differenz ein, zum Beispiel bei falsch herausgegebenem Wechselgeld. Passt alles, kannst Du diesen Schritt überspringen.
Hier findest Du auch den Zwischenbericht (X-Bon). Er zeigt Dir den aktuellen Tagesstand, ohne dass etwas festgeschrieben wird.
2. Geldtransit: Bargeldbewegungen erfassen
Bringst Du Geld zur Bank oder in den Tresor, buchst Du das als Minusbuchung. Füllst Du die Kasse mit Wechselgeld auf, ist das eine Plusbuchung.
3. Kassenabschluss durchführen
Klicke auf Kassenabschluss.
Der Zeitraum seit dem letzten Abschluss wird festgeschrieben, üblicherweise sind das die Umsätze des aktuellen Tages. kassemo erstellt dabei den Z-Bon, Deinen Tagesabschlussbeleg. Danach ist der Endbestand fix und lässt sich nicht mehr ändern.
Gut zu wissen: Der Kassenstand läuft in kassemo fortlaufend weiter und wird nach dem Abschluss nicht auf Null gesetzt. Möchtest Du den Bargeldbestand leeren, buchst Du ihn über den Geldtransit aus.
Wo liegt der Unterschied zwischen Kassensturz und Kassenabschluss?
Beim Kassensturz zählst Du das Bargeld und vergleichst es mit dem Soll-Bestand. Das kannst Du jederzeit machen, auch mehrmals am Tag, etwa beim Schichtwechsel. An den gebuchten Umsätzen ändert sich dabei nichts. Der Kassenabschluss kommt danach und schreibt den Endbestand fest. Der Kassensturz ist die Zählung, der Kassenabschluss die Festschreibung.
Was hat das Kassenbuch damit zu tun?
Das Kassenbuch zeichnet jede einzelne Bareinnahme und -ausgabe fortlaufend auf. Der Kassenabschluss prüft an einem bestimmten Tag, ob das gezählte Bargeld mit dem Stand im Kassenbuch übereinstimmt.
Werden Kartenzahlungen berücksichtigt?
Nein, der Kassenabschluss bezieht sich ausschließlich auf Bargeld. Kartenzahlungen findest Du im Umsatz, in den Belegen und in den Zahlungsberichten. So bleiben Bargeld und unbare Zahlungen sauber getrennt.
Was ist der Kassenbericht?
Er dokumentiert den Kassenabschluss mit Anfangsbestand, Einnahmen, Ausgaben, Endbestand und eventuellen Differenzen. Damit sind Deine Bargeldbewegungen nachvollziehbar, was besonders bei Prüfungen hilft.
Was sind X-Bericht und Z-Bericht?
Beide Begriffe kommen aus der klassischen Registrierkasse. Der X-Bericht (X-Bon) ist ein Zwischenstand, den Du beliebig oft abrufen kannst, ohne etwas abzuschließen. Der Z-Bericht (Z-Bon) ist der Tagesabschluss: Er beendet den Tag, danach lassen sich die Zahlen nicht mehr ändern.
In kassemo findest Du den X-Bon im Reiter Kassenabschluss unter Kassensturz. Den Z-Bon erstellt kassemo automatisch, sobald Du den Kassenabschluss durchführst.
Ist ein Kassenabschluss in Österreich Pflicht?
Nein. Vorgeschrieben sind andere Nachweise rund um die RKSV, zum Beispiel der Jahresbeleg. Wer einen Kassenabschluss macht, sollte ihn aber an allen Tagen mit Umsatz durchführen, damit die Zahlen stimmen.
Warum ist ein Kassenabschluss sinnvoll?
Du behältst die Tageseinnahmen im Blick, erkennst Fehler früh und kannst die Verantwortung bei mehreren Mitarbeitern sauber trennen. In kassemo rechnet die Kasse den Soll-Bestand automatisch, vergangene Kassenstände bleiben jederzeit abrufbar.